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Kosten - In der Fahrgemeinschaft optimal sparen

Fahrtkosten
Um es gleich vorweg zunehmen, der Einstieg in eine Fahrgemeinschaft zahlt sich für Sie aus, denn er lässt die Kosten für die täglichen Wege zum Arbeitsplatz purzeln. Umso spürbarer, je mehr Mitfahrer Sie sind.

Jeder fährt mal selbst: Gar nicht zu rechnen brauchen Sie bei Fahrgemeinschaften, bei denen abwechselnd alle Mitglieder ihren Wagen für die tägliche Fahrt zur Verfügung stellen. Dann trägt einfach jeder seine eigenen Kosten, die sich entsprechend reduzieren, weil jedes Auto ja deutlich weniger fährt.  Nur ganz Spitzfindige könnten auf die Idee kommen, dass die Kosten für die Fahrt im Geländewagen höher sind als die im Kleinwagen. Ob Sie sich als Mitfahrer auf solche Rechnungen einlassen, ist Verhandlungssache.
Werden die Fahrten hingegen nicht zu gleichen Teilen von allen Teilnehmern der Fahrgemeinschaft geleistet, müssen Sie sich auf eine Kostenbeteiligung pro gefahrenen Kilometer verständigen. Dazu sind verschiedene Modelle denkbar:

Auch recht einfach sind Pauschalmodelle z.B. das „20-Cent-Modell“. Dabei werden pro gefahrenen Kilometer 20 Cent Fahrtkosten angenommen. Dieser Wert wird mit der Anzahl der gefahrenen Kilometer für Hin- und Rückweg multipliziert und wieder geteilt durch die Anzahl der Mitfahrer, wobei der Fahrer natürlich eingeschlossen ist. Mit diesem Wert hat man die Spritkosten und diejenigen Kosten für das Auto berechnet, die pro gefahrenem Kilometer entstehen, also z.B. den Verschleiß oder die Mehrkosten für häufigere Reparaturen. So kann man leicht berechnen, wieviel jeder an den Fahrer zahlt, wobei es hilfreich sein kann, sich bei stabilen langfristigen Fahrgemeinschaften auf eine Monatspauschale zu einigen. Bei Fahrzeugen mit hohem Verbrauch oder starkem Verschleiß sind dabei die 20 Cent zu niedrig angesetzt, hier können auch 25 oder 30 Cent vereinbart werden.

Aufwendiger zu handhaben sind Kostenbeteiligungsmodelle, die detailliert fahrzeugspezifische Vollkosten wie Reparatur- und Wartungskosten, Betriebskosten, Fixkosten, Wertverlust u.a. mitberücksichtigen. Dazu bieten Automobilclubs oder z.B. die Stiftung Wartentest autotypspezifische Kostenzusammenstellungen an. Wer sich dafür interessiert, bekommt auf den jeweiligen Webseiten weitergehende Informationen. Eine Vollkostenberechnung wird immer dann interessant sein, wenn sie einen der Mitfahrer in die Lage versetzt, ganz auf ein eigenes Auto zu verzichten. Denn dann ist es natürlich nur fair, dem Fahrer einen Anteil für dessen Kosten für die Kfz-Versicherung oder die Kfz-Steuer zu zahlen.